Widerstandskämpfer des Monats #1

Christoph Probst (1919 – 1943)

Probst von Marlis Glaser in Galerie der Aufrechten im Erinnerungsort BADEHAUS

wurde in Murnau geboren und wuchs in einem durch religiöse und kulturelle Offenheit geprägten, regimekritischen Elternhaus auf. Seine Stiefmutter war als Jüdin antisemitischer Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Probst lehnte den Nationalsozialismus von Anfang an ab.

Als Medizinstudent gelangte er in München über seinen Schulfreund Alexander Schmorell in den Kreis der Weißen Rose. An deren Diskussionen beteiligte er sich, hielt sich aber bei den Aktionen mit Rücksicht auf seine Frau und seine Kinder zurück. Nach der Einschließung der 6. Armee in Stalingrad verfasste er einen Flugblattentwurf, den die Gestapo bei Hans Scholl nach dessen Verhaftung fand. Christoph Probst wurde am 19. Februar 1943 in Innsbruck festgenommen, zusammen mit den Geschwistern Scholl am 22. Februar 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tag mit dem Fallbeil hingerichtet.

„Auch im schlimmsten Wirrwarr kommt es darauf an, dass der Einzelne zu seinem Lebensziele kommt, …, welches nicht in einem äußeren ‚Erreichen‘ gegeben sein kann, sondern nur in der inneren Vollendung seiner Person“ (Christoph Probst, 27.August 1942).

 

Zur Künstlerin:

Marlis Glaser
 
*1952 in Baltringen (Oberschwaben)
Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;
Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz
 
Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016

 

Weitere Porträts in der aktuellen Sonderausstellung „Galerie der Aufrechten“.