„Wir lebten in einer Oase des Friedens …“

Die Geschichte einer jüdischen Mädchenschule in Wolfratshausen (1926-1938).

50. Austellungsstation mit Vernissage, Film, Musik und einem Vortrag von Dr. Sybille Krafft:

Am internationalen Frauentag wird die 50. Station der Wanderausstellung „Wir lebten in einer Oase des Friedens…“ im Erinnerungsort BADEHAUS eröffnet. Diese Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Mädchenschule, die von 1926 bis 1938 in Wolfratshausen bestand, wurde vor 20 Jahren von Mitgliedern des Historischen Vereins Wolfratshausen und der evangelischen Kirchengemeinde konzipiert. Anschließend wurde sie in ganz Deutschland gezeigt und mit dem Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet.

Historischer Verein Wolfratshausen

Diese jüdische Haushaltungsschule entwickelte sich in der NS-Zeit zu einem Zufluchtsort für junge Frauen aus dem ganzen Deutschen Reich, die vor Anfeindung und Ausgrenzung Schutz suchten oder sich auf ihre Auswanderung vorbereiten mussten. In der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Schülerinnen und Lehrerinnen vertrieben – „Wolfratshausen ist judenfrei!“ titelte damals die Lokalzeitung.

Im Mittelpunkt der Vernissage steht ein Filmdokument, in dem ehemalige Schülerinnen von ihrer Zeit in Wolfratshausen berichten. Ein Ensemble der Wolfratshauser Musikschule umrahmt diese Jubiläumsfeier.

Sonderführungen sind nach Vereinbarung möglich; auch für Schulklassen bestens geeignet.

In Kooperation mit dem Historischen Verein Wolfratshausen

 

Copyright Fotos: Leo Baeck Institute New York; Historischer Verein Wolfratshausen

 

 

  • 8. März 2024
  • 18:00 - 20:00
  •   Datum: Freitag, 8. März 2024
  •   Uhrzeit: 18 Uhr - 20 Uhr
  •  Ort: Erinnerungsort BADEHAUS
  •   Kostenbreitrag 12€, Ermäßigt 6€, Spenden für die Bewirtung erbeten!
  •   Anmeldung erforderlich