Die Rückkehr der Föhrenwalder

Mehr als 1.000 Menschen erinnern gemeinsam in Wolfratshausen-Waldram

Gemeinsam erinnern. Gemeinsam ein Zeichen setzen.

Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher

Rund 40 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Mehr als 650 Teilnehmende beim Erinnerungszug

Fast 200 Biografie Tafeln

Rund 120 Schülerinnen und Schüler

Mehr als 1.200 Ehrenamtsstunden

80 Jahre Föhrenwald

(v.l.n.r.) Zeitzeugen Samuel Norich, Majer Szanckower, Shai Lachman, Vorsitzende des 
Erinnerungsortes BADEHAUS Dr. Sybille Krafft, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler 
Florian Streibl, Bürgermeister von Wolfratshausen Klaus Heilinglechner, Zeitzeugin Shoshana Bellen und Musiker Peter Schneider führten den Erinnerungszug an.

80 Jahre nach Gründung des ehemaligen jüdische Displaced-Persons-Lager Föhrenwald begrüßte der Erinnerungsort BADEHAUS vom 17. bis 20. Oktober 2025 mehr als 1.000 Gäste im heutigen Wolfratshauser Stadtteil Waldram, darunter rund 40 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Israel, den USA und ganz Deutschland.

Viele brachten ihre Kinder und Enkel zu der viertägigen Veranstaltung mit, um zu zeigen, wo ihre Familiengeschichte nach dem Holocaust weiterging. Für einige war die Rückkehr kein leichter Schritt – umso bewegender war das erste Wiedersehen am Freitag.

Samstag, 18. Oktober 2025: Großes Event und Erinnerungszug

„You called it the march of ‘The returning Föhrenwalder‘. I call it the march of triumph!“ – Mit diesen Worten beschrieb Zeitzeugin Shoshana Bellen den Erinnerungszug durch das ehemalige DP-Lager am Samstag. Sie war aus Israel angereist, um jenen Ort wiederzusehen, an dem ihre Eltern nach dem Holocaust einen Neuanfang wagten – im „letzten jiddischen Schtetl auf europäischem Boden“ (Prof. Michael Brenner), das bis 1957 bestand. 

Mehr als 650 Menschen nahmen laut Polizeiangaben an dieser einzigartigen Kundgebung durch das ehemalige Lager Föhrenwald (heute Waldram) teil. Rund 200 Biografie-Tafeln erinnerten an das Leben ehemaliger Lagerbewohner. Getragen wurden sie von mehr als 120 Schülerinnen und Schülern aus Bad-Tölz, Geretsried, Icking, Schäftlarn und Wolfratshausen sowie von zahlreichen Freiwilligen aus Waldram und der Region. Die Straßen füllten sich mit Musik, Umarmungen und Erinnerungen. Tränen flossen.

Mit szenischen Lesungen der „jungen Badehäusler“ wurden die Geschichten der Zeitzeugen lebendig. „Die Rückkehr der Föhrenwalder zeigt, dass Erinnerung Menschen verbinden kann – jenseits von Weltanschauungen, Nationen, Religionen und Generationen“, betonte Dr. Sybille Krafft, Vorsitzende des Erinnerungsortes BADEHAUS. 

Kurzfilm: Impressionen vom Erinnerungszug durch das ehemalige Föhrenwald

Sonntag, 19. Oktober 2025: Festakt in der Aula von St. Matthias

Zum Festakt in der ehemaligen Synagoge trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Religion, Politik und Gesellschaft: Kardinal Reinhard Marx, Regionalbischof Thomas Prieto Peral, Staatsministerin Anna Stolz, Israels Generalkonsulin Talya Lador-Fresher, Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle sowie zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte.

Musikalisch wurde das Programm von Schülerinnen und Schülern der Grundschule Waldram sowie von Sandra Shapiro gestaltet. Die Pianistin, eigens aus Ohio (USA) angereist, ehrte mit ihrem Klavierspiel auch ihren Vater Dr. David Shapiro, den früheren Lagerarzt in Föhrenwald.

Auf dem Festakt sprachen auch Zeitzeugen. Dr. Rachel Salamander, die von 1951 bis 1956 in Föhrenwald lebte, drückte dem zivilgesellschaftlichen Erinnerungsprojekt ihre Anerkennung aus: „Dank der unermüdlichen Energie von Sybille Kraft und ihrem Team, ist mit der Einrichtung des BADEHAUSES ein Föhrenwalder-Ort entstanden, der die DP-Geschichte zu rekonstruieren und aufzubewahren versucht. Dafür muss man unendlich dankbar sein.“ 

Auch Shai Lachman, Vorsitzender der israelischen Föhrenwalder, betonte: Er habe „keine Worte, um seine tiefe Dankbarkeit und Wertschätzung für alle Taten und Leistungen des BADEHAUSES auszudrücken.“ Von allen Rednerinnen und Rednern wurde besonders das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement des BADEHAUS-Teams gewürdigt, das diese bewegenden Tage der Erinnerung mit großem Einsatz ermöglicht hatte.

Beim Festakt trug das BADEHAUS-Team die Biografie-Tafeln 
der anwesenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf die Bühne.

Montag, 20. Oktober 2025: Wissenschaftlicher Abschluss

Am Montag folgte der wissenschaftliche Abschluss: das erste BADEHAUS-Kolloquium.

Dr. Kierra Crago-Schneider (vom United States Holocaust Memorial Museum aus Washington), Rhiannon Moutafis, M.A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erinnerungsort BADEHAUS) und Dr. Sima Velkovich (Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem) präsentierten ihre Forschungsergebnisse zum jüdischen DP-Lager Föhrenwald einem interessierten Publikum. Mit diesem Symposium positionierte sich der Erinnerungsort BADEHAUS als bundesweite Kompetenzstelle für jüdische DP-Geschichte. 

 

Im Laufe des Wochenendes erhielt das BADEHAUS auch zahlreiche neue Gegenstände und Fotos von den Zeitzeugen – wertvolle Erinnerungen, die für kommende Generationen im Erinnerungsort BADEHAUS bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Unter dem Titel „Geschichte trifft Gegenwart“ war bis zum 23. November jeden Abend eine kostenlose Lichtshow auf dem Dach des Museums zu sehen. Die Installation wurde von Leo und Alfred Fraas in Zusammenarbeit mit dem Team des Erinnerungsortes BADEHAUS entwickelt. Die Projektion zeigte erstmals historische Farbaufnahmen aus dem jüdischen DP-Lager Föhrenwald im öffentlichen Raum – ein Projekt, das große Aufmerksamkeit erregte.

Worte des Dankes

Pressestimmen

Digitale Printmedien

Vom DP-Lager zum Erinnerungsort: 80 Jahre bewegte Geschichte – sueddeutsche.de/sonderthemen/zwischen-tegernsee-isar-und-loisach

Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel spricht der Vorsteher der Westendsynagoge in Frankfurt über Antisemitismus.
Fiszel Ajnwojner kam im DP-Camp Föhrenwald zur Welt.  – merkur.de/Lokales/Geretsried-Wolfratshausen/Wolfratshausen 

Am 19. Oktober kehrt die Literaturwissenschaftlerin als Zeitzeugin zum 80. Jahrestag der Gründung des Lagers an den Ort ihrer Kindheit zurück. Im Interview mit unserer Zeitung spricht sie über prägende Erinnerungen. – merkur.de/lokales/wolfratshausen

Föhrenwald war das letzte verbliebene Lager für jüdische „Displaced Persons“ (DP) und das letzte „Schtetl“ auf europäischem Boden. – evangelische-zeitung.de

Wenn am Samstag (18. Oktober) rund 40 Zeitzeugen beim Erinnerungszug zu 80 Jahre DP-Lager Föhrenwald durch Waldram ziehen, schnurrt Geschichte auf ein paar Straßenzüge zusammen. – evangelische-zeitung.de

Am Samstag, 18. Oktober, feiert das Lager Föhrenwald seinen 80. Gründungstag. Rund 40 ehemalige Bewohner:innen,
darunter der 81-jährige Arzt Beno Salamander, berichten von ihrer Zeit im jüdischen DP-Lager und erinnern an eine Gemeinschaft voller Lebenswillen und Hoffnung. – sonntagsblatt.de

Am 18. Oktober findet in Waldram ein öffentlicher Erinnerungszug statt, bei dem Biografien ehemaliger Bewohner des
DP-Lagers Föhrenwald präsentiert werden. Dessen Gründungstag jährt sich zum 80. Mal. – merkur.de/lokales/wolfratshausen

Beno Salamander, Holocaust-Überlebender, erinnert sich an seine Kindheit im letzten jüdischen DP-Lager Föhrenwald – zwischen Spiel, Freundschaft und der Hoffnung auf ein neues Leben. – www.sonntagsblatt.de

Rachel Salamander hat ihre Kindheit im Lager Föhrenwald für jüdische Displaced Persons verbracht. Wie es war, unter
Menschen aufzuwachsen, die in die tiefsten Abgründe geblickt haben, und an einem Ort, an dem kein Bewohner aus freien Stücken gewohnt hätte. – sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen

Zum 80. Gründungstag des DP-Lagers Föhrenwald treffen sich ehemalige Bewohner, um an die Zeit als Dorfgemeinschaft und an Föhrenwald zu erinnern. – merkur.de/lokales/wolfratshausen

Rund 40 jüdische Zeitzeugen und 650 Besucher gedachten am Wochenende mit einem Erinnerungszug dem größten jüdischen DP-Lager Europas und seiner Bewohner. – merkur.de/lokales/wolfratshausen

Mit einem Festakt ist in Wolfratshausen am Wochenende an die Gründung des DP-Lagers Föhrenwald vor 80 Jahren
erinnert worden. DP steht für sogenannte „Displaced Persons“. Tausende Holocaust-Überlebende haben nach dem
2. Weltkrieg im heutigen Waldram eine sichere Zuflucht gefunden. – radio-oberland.de 

In Wolfratshausen wird in diesen Tagen an die Gründung des Displaced-Persons-Lagers Föhrenwald
vor 80 Jahren erinnert. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort Tausende Holocaust-Überlebende
untergebracht – zum Teil bis 1957. – br.de/nachrichten/kultur

Nach dem Holocaust fanden jüdische Überlebende eine vorübergehende Zuflucht im heutigen Waldram. Mit einem Gedenkzug und einem Festakt hat der Verein „Erinnerungsort Badehaus“ jetzt an dieses Kapitel der Nachkriegsgeschichte erinnert.
Angereist sind dazu auch Zeitzeugen aus Israel, den USA und ganz Deutschland. – sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen

Beim Festakt „80 Jahre Föhrenwald“ gibt Bayerns Kultusministerin Anna Stolz bekannt, dass der Badehausverein ab 2026 mit einer institutionellen Förderung rechnen könne. – merkur.de/lokales/wolfratshausen

Mit einer großen Gedenkveranstaltung erinnerte der Verein „Bürger fürs BADEHAUS Waldram-Föhrenwald“ in Wolfratshausen an das von der US-Armee von 1945 bis 1957 betriebene DP-Lager. Mehr als 650 Besucher und rund 40 Zeitzeugen waren gekommen. – merkur.de/lokales/wolfratshausen/dasgelbeblatt // dasgelbeblatt.de/lokales/bad-toelz-wolfratshausen

Ein ganzes Wochenende widmete der Verein “Bürger für das Badehaus” dem Jubiläum der Gründung des Lagers Föhrenwald vor 80 Jahren. Das “Camp for Displaced Persons” war nach dem Krieg für die Juden, die den Holocaust überlebt hatten, südlich von Wolfratshausen eingerichtet worden. – sankt-matthias.de

Die Besucher aus Israel kamen, wie sie sagen, ohne Arg und als Freunde an diesen Ort, der für alle, die sonst direkt nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Platz auf dieser Welt hatte, “no place on earth”, so der Titel eines Films aus dem Jahre 1953, der in Ausschnitten gezeigt wurde, zur Heimat wurde. – reise-stories.de

Anlässlich des Jubiläums erschien dieser englische Artikel in einer charedischen (ultraorthodoxen) jüdischen Wochenzeitschrift. Er berichtet über das Engagement von Dr. Sybille Krafft beim Erinnerungsort BADEHAUS. – AMI Living Magazine

Ein wissenschaftliches Symposium befasst sich mit der Geschichte des jüdischen DP-Lagers Föhrenwald. Etwa 40 Zeitzeugen nehmen daran teil. – sueddeutsche.de/bad tölz-wolfratshausen/landkreis bad tölz-wolfratshausen

Mit bislang unveröffentlichten Fotos und Filmen macht eine neue Lichtinstallation am Badehaus die Geschichte des DP-Lagers Föhrenwald lebendig. Die Wolfratshauser Familie Fraas hat das Material digital aufbereitet und lässt es jeden Abend auf das Dach projizieren. – merkur.de/lokales/wolfratshausen 

Rundfunk

Der Ortsteil Waldram von Wolfratshausen hieß einst Föhrenwald und nach dem Krieg fanden überlebende
Juden und Waisenkinder dort ein Dach über dem Kopf. Heute 80 Jahre später erinnerte ein Festakt an den Ort
und seine Geschichte. – ardmediathek.de/video/br24

In Wolfratshausen wird an die Gründung des Displaced-Persons-Lagers Föhrenwald vor 80 Jahren erinnert. Nach dem II. Weltkrieg waren dort bis 1957 tausende Holocaust-Überlebende untergebracht. Einige sind nun an diesen Ort zurückgekehrt … – ardmediathek.de/video/abendschau-der-sueden

Am Wochenende wurde an das jüdische DP Lager Föhrenwald (heute Waldram) bei Wolfratshausen in Oberbayern erinnert.
Mit einem Erinnerungszug am Samstag und einem Festakt am Sonntag. Viele ehemalige Föhrenwalder waren aus Israel oder den USA angereist. – br podcast/bayern2/schalom

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