Künstlerische Intervention von Max Schmelcher

Der Künstler und Bildhauer Max Schmelcher ergänzt unsere Dauerausstellung vorübergehend mit einer künstlerischen Intervention. Zum dritten Mal wird der sonst fertige Raum der Ausstellung um eine neue kreative Dimension ergänzt, die zur vertieften und persönlichen Auseinandersetzung einlädt.

 

Erinnerung in Glas – Geschichte im Moor

Die Arbeiten von Max Schmelcher beschäftigen sich immer wieder mit den Themen Vergänglichkeit und Vergangenheit. Mit alten Fotoplatten seines Großvaters und dem Werkstoff Moor schafft er eine spannende geschichtliche Verbindung zwischen einem fast 200-jährigen Kulturprodukt und einem mehr als 10.000-jährigen Naturstoff. Durch seine Objekte tritt der Künstler in einen vielschichtigen Dialog mit der Dauerausstellung im Erinnerungsort BADEHAUS.

„Auf mehrmonatigen, teilweise jahrelangen Studienreisen in Europa, im Nahen Osten, in Südostasien und Lateinamerika hat sich Max Schmelcher intensiv mit anderen Menschen und Kulturen auseinandergesetzt, mit ihren Mythen und Symbolen, ihren Ritualen und ihren Gefühlen zu den Grundfragen von Leben und Tod. Diese Erlebnisse und Erfahrungen haben seine schöpferische Phantasie nachhaltig angeregt, die Themenpalette seines Schaffens beeinflusst und seine künstlerischen Ausdrucksweisen geprägt. Das Resultat ist eine beeindruckende Vielfalt von Formen und Farben, Materialien und Inhalten, Fragen und Einsichten.“ (Ortrun Venth-Vogt)

Die künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten von Moor inspirieren Max Schmelcher. Außerdem sind seine Arbeitsgebiete Skulpturen in Stein, Bronze, Metall und Holz: zwei- und dreidimensionale Arbeiten in klassischen und experimentellen Techniken.

Beim Ausräumen des Elternhauses fand Max Schmelcher auf dem Dachboden die alten silberbeschichteten Fotoplatten seines Großvaters, der Fotograf gewesen war. Abgebildet sind Menschen aus den Jahren ca. 1915 bis 1935. Daraus entstanden Installationen wie zum Beispiel der „Generationentunnel“. Die silberbeschichteten Fotoplatten spiegeln den Betrachter wider, sind zugleich transparent und fügen sich zu einer dreidimensionalen Installation zusammen.

 

Der Künstler

1956 in Lindenberg im Allgäu geboren

1981 – 1988 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München

1984 – 1990 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hans Ladner

Meisterschüler bei Prof. Koch

1988 Diplom

Seither als selbstständiger Bildhauer tätig

Arbeiten in Stein, Bronze, Metall und Holz sowie Foto- und Moorarbeiten sowie Kunst am Bau

Er lebt und arbeitet in Weiler im Allgäu

 

Weitere Informationen zum Künstler und seinem Werk:

 

Fotos Copyright: Max Schmelcher und Justine Bittner.

  • 14. April 2024
  • Laufzeit: 19. November bis 24. April 2024
  • Besichtigung: zu den Öffnungszeiten des Museums
  • Ort: Dauerausstellung des Erinnerungsortes BADEHAUS