Sport in Föhrenwald und Waldram Eröffnung der Sonderausstellung
Sport – ein Thema, zwei Zeitschichten. Sowohl im jüdischen Displaced-Persons Lager Föhrenwald von 1945-1957 als auch in der späteren Heimatvertriebenen Siedlung Waldram zwischen 1956-1972 nahm die körperliche Betätigung eine zentrale Rolle für das Gemeinschaftsgefühl und den Neuanfang im Alltag ein. Hintergründe und Motivationen waren jedoch in beiden Zeitschichten sehr verschieden. Neben allgemeinen körperlichen Aktivitäten in den jeweiligen Zeitschichten umfasst die multimediale und interaktive Ausstellung auch einzelne Sportler-Biografien.

Foto Franz Mayrhofersen beim Turnen
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Sport als Überlebensmittel, als Motor für Integration und Toleranz. Neben den organisierten Leibesübungen nimmt die Ausstellung auch das inoffizielle, spontane Sporttreiben in den Blick.
Sie befasst sich mit der Fußballweltmeisterschaft 1954, der Sportinfrastruktur und -ausrüstung sowie der Bedeutung von Körperlichkeit für die Holocaust-Überlebenden und Heimatvertriebenen.
Am Samstag, 20., und Sonntag, 21. September 2025 findet das Dialogforum „Gemeinsam Diskriminierungsfrei“ von DJK-Sportverband und Maccabi München statt – ein Event, das sich für Respekt, Vielfalt und ein faires Miteinander einsetzt.
Als Teil des Programms rollt am Sonntag, um 15 Uhr auf dem Sportplatz Waldram der Ball. Beim Freundschaftsspiel DJK Waldram gegen TSV Maccabi München heißt es anfeuern, mitfiebern und einen sportlichen Nachmittag genießen. Direkt im Anschluss beginnt unsere Vernissage der Sonderausstellung.
Copyright Fotos: YIVO Institute for Jewish Research; Archiv des Erinnerungsortes BADEHAUS

