Fortbildung “Displaced Children” in jüdischen DP-Camps

Als “Blimelakh”, kleine Blumen, bezeichnet ein Überlebender der Shoa die Kinder aus dem jüdischen “Displaced Persons”-Camp Föhrenwald. Sie waren zumeist die einzigen Überlebenden ihrer Familien und selbst nur knapp dem Massenmord entkommen. In den von den Alliierten eingrichteten Camps fanden sie ab 1945 eine vorübergehende Bleibe, bevor der Großteil von ihnen später auswanderte. In den Kindern manifestierte sich die Hoffnung der Überlebenden auf eine bessere Zukunft, jedes Kind war wie ein kleiner “Sieg” über den Nationalsozialismus.

Die Geschichte der jüdischen »Displaced Children« und die lokalen Bezüge zu dieser Geschichte bieten ein großes Potential für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit, da Schüler*innen leicht an deren Erfahrungswelten anknüpfen können.

Die Fortbildung richtete sich an Lehrer*innen, Studierende sowie Museumspädagog*innen. Gemeinsam wurden praktische Anknüpfungspunkte für die eigene Bildungsarbeit und den eigenen Unterricht entwickelt (mehr Informationen siehe “Details” unten).

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Bayerische Museumsakademie, dem
Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie den
Arolsen Archives.

Auf dem Bild: Teilnehmer der Fortbildung bei einem Vortrag von Julia Treindl. Foto: Jonathan Coenen

 

  • 8. November 2019

Programm:

09.45 Begrüßungskaffee

10.00 »Blumen aus der Asche«:
Die Bedeutung der»Displaced Children« in den
jüdischen DP-Camps Bayerns
Julia Treindl, Ludwig-Maximilians-Universität München

10.30 Was spricht ein Jude nach dem Holocaust?
– Sprachen und Sprachpolitik in den jüdischen
DP-Camps in Bayern
Dr. Evita Wiecki, Ludwig-Maximilians-Universität
München

11.30 Kaffeepause

11.45 Gruppe 1: Führung durch die Ausstellung mit
museumspädagogischen Impulsen
StDin Eva Greif, Erinnerungsort Badehaus /
Markus Wagner M.A., Museumspädagogisches
Zentrum München (MPZ)

Gruppe 2: Workshop zu »Displaced Children«
Dr. Akim Jah und Elisabeth Schwabauer,
Arolsen Archives

13.15 Mittagspause

14.15 Gruppe 1: Workshop zu »Displaced Children«
Dr. Akim Jah und Elisabeth Schwabauer,
Arolsen Archives

Gruppe 2: Führung durch die Ausstellung mit
museumspädagogischen Impulsen
StDin Eva Greif, Erinnerungssort Badehaus /
Markus Wagner M.A., Museumspädagogisches
Zentrum München (MPZ)

15.45 Kaffeepause

16.00 Abschlussgespräch

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